Wenn
NMRZ
 


Edilberto Jiménez, Retablokünstler und Mitglied der Wahrheitskommission aus Ayacucho war zu Besuch in Deutschland

Die Ausstellung "Wenn das Leid Gestalt annimmt. Politische und soziale Gewalt in den Werken der Volkskünstler Perus" schloss im Februar 2004 ihre Pforten in der Stadtbibliothek Nürnberg mit einem Vortrag des Retablokünstlers Edilberto Jiménez aus Ayacucho. Ein besserer Schlusspunkt hätte sich für das Projekt nicht finden lassen: Edilberto Jiménez ist nicht nur einer der bekanntesten Volkskünstler Perus, er hat sich auch wie wenige in der Menschenrechtsarbeit engagiert. Von seinen Reisen im Auftrag der peruanischen Wahrheitskommission (Comisión de Verdad y Reconciliación) brachte er erschütternde Aussagen der Opfer der politischen Gewalt des Leuchtenden Pfads, der Streitkräfte und der Bauernmilizen mit, die er auch in Zeichnungen festhielt. Einige dieser Zeichnungen wurden in der peruanischen Presse veröffentlicht und waren auch in der Nürnberger Ausstellung zu sehen.

Edilberto Jiménez war zwei Wochen in Deutschland unterwegs und hat in verschiedenen Städten Vorträge und nicht zuletzt Retablo-Workshops mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Die Ergebnisse waren bemerkenswert. Es scheint fast, als hätte die Kunst des Retablos in Deutschland Wurzeln geschlagen. Einige Berichte aus den Workshops und Bilder präsentieren wir hier.

Die große Resonanz, die Edilberto Jiménez' Rundreise und die Ausstellung "Wenn das Leid Gestalt annimmt" fanden, ist für das Nürnberger Menschenrechtszentrum Grund, das Projekt nicht als abgeschlossen zu betrachten, sondern es weiterzuführen. Auf diesen Seiten präsentieren wir daher auch weiterhin Information zur Ausstellung und stellen von Zeit zu Zeit auch neue Kunstwerke aus Peru vor.

Wenn Sie mehr wissen wollen, können Sie mit uns unter peru-ausstellung@menschenrechte.org Kontakt aufnehmen.


© Copyright 2004, Nürnberger Menschenrechtszentrum
buero@menschenrechte.org