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Retablos
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"Bauerndemonstration"
Retablo mit Tonfiguren von Gregorio Aparicio Canchari, Quinua
1987
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Der Keramikkünstler Gregorio Aparicio ging mit diesem
monumentalen Werk neue Wege. Er verknüpfte die Töpferkunst
Quinuas mit der Retablotradition von Ayacucho.
In den fünf Stockwerken seines auch in der Größe
den Rahmen sprengenden Werkes zeigt er die dramatischen
Erfahrungen seines Volkes.
Das Bild zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem vorletzten
der fünf Stockwerke. Ein Panzerwagen wird gegen Bauern
eingesetzt. Eine lange Reihe gefangener Bauern füllt
den restlichen Raum.
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"Pobrechalla campesino" - Bauernelend
vierstöckiger Retablo von Teodoro Ramírez, Ayaucho
1988
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Dieser Retablo von Teodoro Ramírez gehört zu den
eindrucksvollsten Werken, welche die ayacuchanischen Volkskünstler
zur politischen und sozialen Gewalt ihres Landes geschaffen
haben. Handwerkliche Perfektion und Detailreichtum finden
zu einem komplexen Gesamtbild zusammen. Der Mord an den Journalisten
1983 in Uchuraccay wird ebenso dargestellt wie die Massaker
von Sendero Luminoso und den Streitkräften an der bäuerlichen
Bevölkerung. In einer großen Allegorie führte
der junge Künstler schließlich all diese Elemente
zu einer Gesamtsicht auf das "Bauernelend" zusammen.
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Pistacos
3-stöckiger Retablo von Nicario Jiménez, Lima
1988
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"Pistacos"
sind in der Tradition der Andenbewohner fremde weiße
bärtige Männer, die den Einheimischen das Fett
aussaugen. Schon seit den frühen Jahren der Eroberung
durch die Spanier treiben sie ihr Unwesen, immer auf der
Suche nach dem wertvollen Rohstoff.
Der alte Glaube an die "Pistacos" wird immer dann
wieder besonders lebendig, wenn Unsicherheit und Angst in
der Bevölkerung um sich greifen. 1987 kam es zu einer
großen Pistaco-Jagd in Ayacucho, bei der mehrere Menschen
getötet wurden. Sowohl der "Leuchtende Pfad"
wie die Militärs suchten die Angst vor den Pistacos
zu nutzen, indem sie Gerüchte streuten, die andere
Seite arbeite für die "Pistacos".
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