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Kürbisse


Die Gefangennahme von "Feliciano"
geschnitzter Kürbis von Vilma Osores Sanabria, Cochas Chico 2000


Das Ereignis der Festnahme von "Feliciano", einem wichtigen Führer des "Leuchtenden Pfads" direkt vor der Haustür bewegte die Mateschnitzer in Cochas Chico besonders. Eine Zeit lang war der Name ihres Dorfs in aller Munde. So wurde "Feliciano" zu einem Motiv auch auf den kleinen Kürbissen für den Verkauf an Touristen. Das dramatische Ereignis wird in der Art eines Comics in 8 Folgen in Bild und Text geschildert. Der Text in den Sprechblasen des Schlussbildes lautet:
(Militärs:) "Hier ist Feliciano"
(Feliciano:) "Ich habe verloren - ihr habt gewonnen


"Maxima Expresion"

geschnitzter Kürbis von Liz Medina, Cochas Chico 2002

 

"Für ihr Meisterwerk hat die junge Mateschnitzerin Liz Medina einen ganz besonders schön geformten und großen Kürbis ausgewählt. Sieben Monate arbeitete sie, um drei aktuelle Ereignisse darzustellen:

  • Die Gefangennahme von "Feliciano", einem der Führer des"Leuchtenden Pfads" im Juli 1999
  • Das New Yorker Attentat vom 11. September 2001
  • und der Besuch von Präsident Bush in Peru im März 2002

Dazu hat sie in zahlreichen, in winzigen, kaum erkennbaren Strichen Szenen von Gewalttaten gegen die bäuerliche Bevölkerung geschnitzt. Mit der vollendeten Durchformung des ganzen Kürbisses, der Raumaufteilung der zahllosen Kleinszenen und vor allem der Feinheit der Ornamentik im Mudejarstil im oberen Teil führt Liz Medina die große Tradition des Mateschnitzens in ihrer Familie weiter.

 


"Maxima Expresion"- Detail
geschnitzter Kürbis von Liz Medina, Cochas Chico 2002




Versteckt in den unzähligen winzigen Szenen aus dem bäuerlichen Leben: Die Gewalt gegen die Bauern

 


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