Am 19. Juli 2007 fand vor
der Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände der
1. Nürnberger Friedenslauf statt. Fast 2000 Schülerinnen und Schüler
aus 18 Nürnberger Schulen liefen dabei bei schweißtreibenden Temperaturen
gut 12 000 Runden und verwandelten den Platz, von dem einst soviel Hass und
Gewalt ausging, in einen Ort des friedlichen Miteinanders. Dabei erliefen
sie nach einem vorläufigen amtlichen Endergebnis (die
Bertold-Brecht Schule stand bei Redaktionsschluss noch aus) Sponsorengelder
von insgesamt 8.834,54 €. Zugleich belegten sie mit ihrem Engagement
eindrucksvoll, dass sich nach den erfolgreichen Vorbildern in anderen deutschen
Städten auch in der Stadt des Friedens und der Menschenrechte
junge Menschen für Themen wie dem Zivilen Friedensdienst und gewaltfreier
Konfliktbearbeitung begeistern lassen.
Veranstaltet wurde der Sponsorenlauf, dessen Erlös zwei Projekten des Zivilen Friedensdienstes in Kroatien und Israel/Palästina zugute kommt, vom Nürnberger Evangelischen Forum für den Frieden (NEFF), der Evangelischen Jugend Nürnberg (ejn), der Friedensinitiative Nürnberg Nordost (FINO) sowie dem Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ). Als Initiator der Friedenslaufidee war zusätzlich als Koordinator aller bundesweit veranstalteten Friedensläufe das in Bonn ansässige Forum Ziviler Friedensdienst (ZFD) mit im Boot. Tatkräftige Unterstützung fand das Organisations-Team bestehend aus Chris Mößner, Inge Spiegel (NEFF, Begleitprogramm), Peter Reuter (ejn), Hans-Günther Schramm (FINO, Sponsoring, Fundraising) und Volker Dieckmann (NMRZ, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) beim städtischen Schulreferat ( Sportreferent Thomas Burger) und den Praktikanten Steffie Lechner und Daniel Zander. Als Schirmherren hatten sich OB Ulrich Maly und der Olympia-Medaillengewinner Karl-Friedrich Haas zur Verfügung gestellt. Hinzu kamen eine Reihe von Sponsoren, die das Unterfangen ebenso wie die evangelische Landeskirche auch materiell unterstützen.
Das Besondere
dieser Art Sponsorenlaufes, dessen Vorbereitung ein gutes Jahr in Anspruch
nahm, ist, dass sich die TeilnehmerInnen im Vorfeld intensiv mit Fragen des
Friedensdienstes und der gewaltfreien Konfliktbearbeitung sowie der Menschenrechte
beschäftigten. Dazu hatten die Veranstalter ein vielseitiges Begleitprogramm
auf die Beine gestellt: der Bericht von Friedensfachkräften des ZFD über
ihre Arbeit vor Ort (Serbien, Sudan und Lateinamerika) gehörte ebenso
dazu wie Menschenrechts-Workshops (durch das Doku-Zentrum) oder die Annäherung
an die Thematik durch kreative, künstlerische Gestaltung etwa von Transparenten
oder Friedensfahnen. Dazu kam, dass es nicht darum ging, dass die SchülerInnen
über selbst angeworbene Paten möglichst viel Geld in möglichst
schnellen möglichst zahlreichen Runden erlaufen sollten. Im Gegenteil:
Über allem schwebte neben Friedenstaube Frieda/Frieder auch
der olympische Gedanke wonach das Dabeisein alles sein soll. Dieser
Geist wurde auch von den Medien erkannt und transportiert, die den 1. Nürnberger
Friedenslauf 2007 von Beginn an kontinuierlich und ausführlich begleiteten.
Das Resultat ist ein umfangreicher Pressespiegel, der nicht nur die Berichte
der lokalen Zeitungen dokumentiert, sondern ebenso die lokalen Radi- und TV-Sender
sowie die örtlichen Nachrichtenagenturen (dpa, epd). Eine gute Gelegenheit,
das NMRZ bekannter zu machen.