Schwitzen
für den Frieden
1. Nürnberger Friedenslauf 2007 Eine Bilanz
Volker
Dieckmann, 17 März 2008
Am 19. Juli
2007 fand vor der Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände
der 1. Nürnberger Friedenslauf statt. Fast 2000 Schülerinnen
und Schüler aus 18 Nürnberger Schulen liefen dabei bei
schweißtreibenden Temperaturen gut 12 000 Runden und verwandelten
den Platz, von dem einst soviel Hass und Gewalt ausging, in einen
Ort des friedlichen Miteinanders. Dabei erliefen sie nach
einem vorläufigen amtlichen Endergebnis (die
Bertold-Brecht Schule stand bei Redaktionsschluss noch
aus) Sponsorengelder von insgesamt 8.834,54 €. Zugleich belegten
sie mit ihrem Engagement eindrucksvoll, dass sich nach den erfolgreichen
Vorbildern in anderen deutschen Städten auch in der Stadt
des Friedens und der Menschenrechte junge Menschen für
Themen wie dem Zivilen Friedensdienst und gewaltfreier Konfliktbearbeitung
begeistern lassen.
Veranstaltet
wurde der Sponsorenlauf, dessen Erlös zwei Projekten des
Zivilen Friedensdienstes in Kroatien und Israel/Palästina
zugute kommt, vom Nürnberger Evangelischen Forum für
den Frieden (NEFF), der Evangelischen Jugend Nürnberg (ejn),
der Friedensinitiative Nürnberg Nordost (FINO) sowie dem
Nürnberger Menschenrechtszentrum (NMRZ). Als Initiator der
Friedenslaufidee war zusätzlich als Koordinator aller bundesweit
veranstalteten Friedensläufe das in Bonn ansässige Forum
Ziviler Friedensdienst (ZFD) mit im Boot. Tatkräftige Unterstützung
fand das Organisations-Team bestehend aus Chris Mößner,
Inge Spiegel (NEFF, Begleitprogramm), Peter Reuter (ejn), Hans-Günther
Schramm (FINO, Sponsoring, Fundraising) und Volker Dieckmann (NMRZ,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) beim städtischen
Schulreferat ( Sportreferent Thomas Burger) und den Praktikanten
Steffie Lechner und Daniel Zander. Als Schirmherren hatten sich
OB Ulrich Maly und der Olympia-Medaillengewinner Karl-Friedrich
Haas zur Verfügung gestellt. Hinzu kamen eine Reihe von Sponsoren,
die das Unterfangen ebenso wie die evangelische Landeskirche auch
materiell unterstützen.
Das
Besondere dieser Art Sponsorenlaufes, dessen Vorbereitung ein
gutes Jahr in Anspruch nahm, ist, dass sich die TeilnehmerInnen
im Vorfeld intensiv mit Fragen des Friedensdienstes und der gewaltfreien
Konfliktbearbeitung sowie der Menschenrechte beschäftigten.
Dazu hatten die Veranstalter ein vielseitiges Begleitprogramm
auf die Beine gestellt: der Bericht von Friedensfachkräften
des ZFD über ihre Arbeit vor Ort (Serbien, Sudan und Lateinamerika)
gehörte ebenso dazu wie Menschenrechts-Workshops (durch das
Doku-Zentrum) oder die Annäherung an die Thematik durch kreative,
künstlerische Gestaltung etwa von Transparenten oder Friedensfahnen.
Dazu kam, dass es nicht darum ging, dass die SchülerInnen
über selbst angeworbene Paten möglichst viel Geld in
möglichst schnellen möglichst zahlreichen Runden erlaufen
sollten. Im Gegenteil: Über allem schwebte neben Friedenstaube
Frieda/Frieder auch der olympische Gedanke
wonach das Dabeisein alles sein soll. Dieser Geist wurde auch
von den Medien erkannt und transportiert, die den 1. Nürnberger
Friedenslauf 2007 von Beginn an kontinuierlich und ausführlich
begleiteten. Das Resultat ist ein umfangreicher Pressespiegel,
der nicht nur die Berichte der lokalen Zeitungen dokumentiert,
sondern ebenso die lokalen Radi- und TV-Sender sowie die örtlichen
Nachrichtenagenturen (dpa, epd). Eine gute Gelegenheit, das NMRZ
bekannter zu machen.