Friedrich
Gerhard Lüdden
Friedrich Gerhard Lüdden wurde am 6. Dezember1943 in Comodoro Rivadavia geboren.
Sein Vater, Hans Günther Lüdden wurde am 31.12.1908 in
Niederaalkist (Pommern) geboren und hatte die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Vater starb 1969.
Seine Mutter Eleonore Lüdden, geb. Lehmann, wurde am
10.8.1914 in Las Heras, Patagonien (Argentinien) als Sohn deutscher Einwanderer geboren, war somit Argentinierin, besaß aber ebenfalls den deutschen Pass.
Auch Friedrich Gerhard besaß die deutsche Staatsangehörigkeit. Er verlebte seine Kindheit und Jugend in Patagonien, dann in Balcarce und schließlich in City Bell in der Nähe von La Plata, wo er dann an der Universität von La Plata Physik studierte hatte.
In der Nacht des 30. November 1976 drangen ungefähr fünfzehn Personen schwer bewaffnet in das Haus in City Bell ein, in der Nähe von La Plata, wo er zusammen mit seiner Freundin und deren drei Kindern aus einer früheren Beziehung lebte. Die Männer gaben an, Mitglieder einer Brigade des Sicherheitsdienstes zu sein. Er wurde mit Draht gefesselt und verhört.
Obwohl sich die Entführer nicht sicher waren, dass er tatsächlich die gesuchte Person sei, wurde er mitgenommen. Der Freundin riet man, dass sie sich um ihre Kinder kümmern und aus dem Land verschwinden solle. Sie informierte Friedrichs Mutter, Eleonore Lüdden, über die Vorkommnissen.
Am 4.12. kehrten drei Lastwagen zum Haus zurück und raubten dieses aus. Eleonore Lüdden berichtet, dass alle ihre Unternehmungen, etwas über Friedrich Gerhard zu erfahren, scheiterten.