Militärputsch in Argentinien
24. März 1976
Am
24. März 1976 wurde in Argentinien die verfassungsmäßige Regierung von Isabel
Perón durch einen Putsch gestürzt und die Militärs übernahmen unter General
Jorge Videla die Staatsmacht.
„Die Auflösung demokratischer Einrichtungen sollte den Militärs uneingeschränkte und unkontrollierte Machtpositionen in allen gesellschaftlichen Bereichen verschaffen."
30.000
„Verschwundene"
Weltweit hat das größte Aufsehen das „Verschwindenlassen" von Tausenden von Menschen erregt, die von zivilgekleideten oder uniformierten Sicherheitskräften verhaftet und in geheime Gefangenenlager verschleppt wurden, wo sie fast immer gefoltert und ermordet wurden.
Allgemein wird die Zahl der "verschwundenen" Personen von argentinischen Menschenrechtsorganisationen auf 30.000 geschätzt.
Gerichtsverfahren gegen die Militärjunta
Von
April bis Dezember 1985 fand in Argentinien, in öffentlicher Sitzung, das
Gerichtsverfahren gegen die Mitglieder der Militärjunta statt. Das Urteil gegen
die neun Mitglieder der Militärjunta erging am 9. Dezember 1985. Fünf
Offiziere wurden zu Haftstrafen verurteilt, zwei zu lebenslanger Haft, zwei
wurden freigesprochen.
Es sollte danach in Argentinien keine weiteren Strafverfolgungen geben. Aufgrund militärischen Drucks erließ die demokratisch gewählte Regierung die Gesetze „Punto Final" (Schlusspunkt) und „Obediencia Debida" (Gehorsamspflicht), die praktisch zur Einstellung fast aller noch laufenden Verfahren wegen Menschenrechtsverletzungen führte. Mindestens 1000 Repressoren entgingen damit einer Anklage.
1. Impressum / Titelbild
2. Der Nürnberger Prozess Teil 1
3. Der Nürnberger Prozess Teil 2
4. Von Nürnberg nach Den Haag
5. Militärputsch in Argentinien: 24.3.1976
6. Klaus Zieschank
7. Die Familie Oesterheld (1)
8. Die Familie Oesterheld (2)
9. Familie Weisz
10. Ruben Santiago Bauer
11. Aus Deutschland vertrieben ...
12. Elisabeth Käsemann (1)
13. Elisabeth Käsemann (2)
14. Máximo Ricardo Wettengel
15. Mercedes-Benz und die argent. Militärdiktatur
16. Deutsche und deutschstämmige Opfer
17. „Koalition gegen Straflosigkeit" (1)
18. „Koalition gegen Straflosigkeit" (2)
19. Juristische Begründungen der Anzeigen
20. Fälle, die in Deutschland zur Anzeige kamen
21. Wanted! – Gesucht wird!
22. Psychosoziale Folgen von Straflosigkeit
23. Postkartenaktion Käsemann
24. Ausleihmodalitäten