Was
ist die Koalition gegen Straflosigkeit?
Die Koalition gegen
Straflosigkeit ist eine Vereinigung von 15 Menschenrechts- und Nichtregierungsorganisationen
und Einrichtungen der evangelischen und katholischen Kirche, die sich
dafür engagieren, dass Wahrheit und Gerechtigkeit für die
während der argentinischen Militärdiktatur 1976-1983 verschwundenen
Deutschen gefunden wird.
In diesem Zusammenhang strebt die Koalition einen Prozess in Deutschland
gegen die Verantwortlichen für die Menschenrechtsverletzungen an
den deutschen und deutschstämmigen Bürgern an.
Die Koalition begann
ihre Arbeit im März 1998 aufgrund der Bitte von Familienangehörigen
der deutschen und deutschstämmigen Verschwundenen, die selbst trotz
jahrelanger Anstrengungen in Argentinien keine Gerechtigkeit gefunden
hatten.
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Ausstellung
"Elisabeth Käsemann - Ein Leben in Solidarität mit Lateinamerika"
Anlässlich
des 30. Todestages von Elisabeth Käsemann am 24.05.07 eröffnet
die "Koalition gegen Straflosigkeit" die Ausstellung "Elisabeth
Käsemann - Ein Leben in Solidarität mit Lateinamerika".
Elisabeth Käsemann, Tochter des bekannten Theologen Ernst Käsemanns,
lebte und arbeitete in den siebziger Jahren in Argentinien. Dort war
sie im Widerstand gegen die Militärdiktatur aktiv. Im
März 1977 wurde sie von argentinischen Sicherheitskräften
verschleppt, gefoltert und zwei Monate später heimtückisch
ermordet. Anhand von Fotos, Textpassagen und Zeitungsausschnitten informiert
die Ausstellung über den familiären Hintergrund Elisabeths,
ihren Lebensweg und über ihr politisches Engagement in Deutschland
und Argentinien.
Außerdem wird
auf die Umstände ihrer Ermordung, das Versagen der deutschen Diplomatie
und auf die Arbeit der Koalition gegen Straflosigkeit genauer eingegangen.
Die Koalition setzt sich seit 1998 gegen Straflosigkeit von Menschenrechtsverbrechen
in Argentinien ein, indem sie - unter anderem auch im Fall Käsemann
- Strafanzeige in Deutschland gegen Mitglieder der argentinischen Militärdiktatur
gestellt hat.
Die
Ausstellung "Elisabeth Käsemann - Ein Leben in Solidarität
mit Lateinamerika" (PDF)
Besuchen
Sie die Wanderausstellung "Elisabeth Käsemann - Ein Leben
in Solidarität mit Lateinamerika"
voraussichtlich Juni/Juli
2008: Amnesty international Gruppe Leipzig
voraussichtlich
Herbst 2008: Annesty International Berlin
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Informationen
Reden
von Bianca Schmolze und Knut Rauchfuss
anlässlich der Ausstellungseröffnung "Elisabeth
Käsemann: Ein Leben in Solidarität mit Lateinamerika"
Gelsenkirchen, 20.
Oktober 2007
Sehr geehrte Damen
und Herren,
Es ist uns eine große Ehre, als VertreterInnen der Koalition gegen
Straflosigkeit
gemeinsam mit Ihnen die Ausstellung zum Gedenken an das Leben von Elisabeth
Käsemann heute hier zu eröffnen und wir danken ganz herzlich
all jenen, die es möglich gemacht haben, die Ausstellung hier in
Gelsenkirchen zu zeigen....
Rede von Bianca
Schmolze
Rede von Knut Rauchfuss
Liste
der in Argentinien verschwundenen und ermordeten Deutschen und Deutschstämmigen
Während
der Jahre 1976 und 1983 wurde die Republik Argentinien von einer Militärdiktatur
regiert. Nach Einschätzung der Untersuchungskommission über
das Verschwindenlassen von Personen (CONADEP) geschah in diesen 7 Jahren
die größte Tragödie in der Geschichte des Landes seit
der Unabhängigkeit im Jahre 1816.
Laut Menschenrechtsorganisationen
beläuft sich die geschätzte Zahl von Entführten und Menschen,
die während der Militärdiktatur gegen ihren Willen festgenommen,
verhaftet oder verschleppt wurden auf 30.000 Menschen. Am Ende der Diktatur
fand man heraus, dass sich ungefähr 500 Menschen europäischen
Ursprungs darunter befanden und sogar ungefähr 100 deutsche Staatsbürger
oder Deutschstämmige. Anbei die Liste der von der Koalition dokumentierten
Fälle.
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Koalition
gegen Straflosigkeit fordert Unterzeichnung der Konvention gegen das
gewaltsame "Verschwinden"
Pressemitteilung
Nürnberg 02.02.2007
Nach über zwanzig
Jahren Bemühungen von Seiten von Nichtregierungsorganisationen
wurde im Juni 2005 nach vielen Verhandlungen der endgültige Text
für eine UN-Konvention zum Schutz aller Personen vor dem
gewaltsamen oder unfreiwilligen Verschwinden offiziell von der
Staatengemeinschaft angenommen und im Dezember 2006 von der UN-Vollversammlung
bestätigt.
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Postkartenkampagne
für die Wiederaufnahme des Falles Frederico Jorge Tatter
Liebe Freundinnen
und Freunde der Koalition gegen Straflosigkeit, wir möchten nochmal
um Eure Unterstützung bitten:
Am 08.09.2006 wurde
das Ermittlungsverfahren im Fall Frederico Jorge Tatter wieder aufgenommen,
doch bereits am 24.10.2006 hat die Nürnberger Staatsanwaltschaft
das Verfahren erneut eingestellt. Die Koalition gegen Straflosigkeit
geht mit diesem Ergebnis nicht konform und möchte nun zu einer
Postkartenkampagne aufrufen.
Wir bitten Sie deshalb
um Ihre Unterstützung für diese Postkartenkampagne!
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Die
"Koalition gegen Straflosigkeit" fordert die Fortsetzung der
staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und Anklageerhebung gegen argentinische
Militärs in neun Fällen von deutschen Verschwundenen
Pressemitteilung
Nürnberg 10.10.2006
Am 2.10.2006 hat
die Koalition im Auftrag von 9 Angehörigen von deutschen und deutschstämmigen
Opfern der argentinischen Militärdiktatur ein Klageerzwingungsverfahren
gegen insgesamt 45 argentinische Ex-Militärs beim Oberlandesgericht
Nürnberg eingeleitet. Unter den Beschuldigten sind die ehemaligen
Junta-Chefs Videla und Massera. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg
hatte die Ermittlungen 2003/04 eingestellt.
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Text
des Klageerzwingungsverfahrens als PDF Datei (490 Kb)
Koalition:
Nürnberger Staatsanwaltschaft wird weiter ermitteln
-Erfolg im Kampf gegen die Straflosigkeit
Pressemitteilung
Nürnberg 22.09.2006
Die Staatsanwaltschaft
Nürnberg-Fürth wird neben den Verfahren Käsemann und
Zieschank auch im Fall des in Argentinien verschwundenen Deutsch-Paraguayers
Federico Tatter weiter ermitteln. Seit 2004 hat die Staatsanwaltschaft
Nürnberg einen Großteil der Strafverfahren gegen argentinische
Militärs eingestellt, die aufgrund der seit 1998 erstatteten Strafanzeigen
des Menschenrechtsbündnis "Koalition gegen Straflosigkeit"
wegen in Argentinien verschwundener und ermordeter Deutscher und Deutschstämmiger
geführt wurden.
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Beschwerde gegen die Einstellungsbescheide der
Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth (Berlin, den 07.03.2006 )
Rechtsanwalt Wolfgang
Kaleck, Berlin.
Beschwerden gegen
die Einstellungsbescheide der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vom
08.07.2004 und 12.08.2004 - 407 Js 41063/98- und vom 13.08.2004 - 402
Js 43125/03 - namens und in Vollmacht der von mir vertretenen Personen
in den Fällen folgender Opfer der argentinischen Militärdiktatur, Alfredo
Jose Berliner, Leonor Gertrudis (genannt Nora) Marx, Alicia Nora Oppenheimer,
Walter Claudio Rosenfeld, Juan Miguel Thanhauser, Marlene Katharine
Kegler-Krug, Betina Ehrenhaus, Adriana Marcus, Gerardo Coltzau, Rolf
Nasin Stawowiok, Federico Jorge Tatter, Frederico Gerardo Lüdden und
Max Richard Wettengel. Ich nehme dabei Bezug auf die mittlerweile zahlreichen
Stellungnahmen der Rechtsanwälte der Geschädigten im Ermittlungsverfahren
und die teilweise erfolgten Beschwerdebegründungen. Da sich diese Texte
jedoch an verschiedenen Aktenstellen befinden, werde ich Argumente von
herausgehobener Bedeutung teilweise erneut vorbringen.
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Ausstellung
" Fußball und Menschenrechte"
Im Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006
jährt sich der blutige Militärputsch in Argentinien zum 30sten Mal.
Nach fast drei Jahrzehnten sind die Wunden bei den überlebenden Opfern
der Diktatur und den Angehörigen nicht geheilt. Die Ausstellung zeigt
wie die argentinische Militärdiktatur die WM 1978 in ihrem Lande dazu
nutzte, international in gutem Lichte zu erscheinen und wie wenig der
Deutsche Fußballverband und die deutsche Bundesregierung dagegen getan
haben.
Die argentinischen Militärs wollten mit der Fußballweltmeisterschaft
1978 der Welt zeigen, was Argentinien könne, und wie es in Argentinien
"wirklich" aussähe. Die Welt war 1978 nach Argentinien gekommen, um
"friedlich" Fußball zu spielen. Doch in der Hauptstadt Buenos Aires
lagen die Folterzentren nur wenige hundert Meter von den Fußballstadien
entfernt. Ehemalige Gefangene berichteten später von den lauten Rufen
der Fußball-Fans, die sie bis in ihre Verliese hören konnten.
Sie
können die Ausstellung "Fussball und Menschenrechte"
auch gerne ausleihen, z.B. für schulische Veranstaltungen o.ä.
Die Ausstellung besteht aus 11 Tafeln A 1 (60x85cm), jeweils mit Kunststoff
beschichtet (laminiert) und deshalb leicht an den Wänden anzubringen.
Einschätzung der neuen juristischen Situation
in Argentinien nach Annullierung der Amnestiegesetze
Die Entscheidung des Obersten
Gerichtshofs, mit der das Schlusspunkt- und das Befehlsgehorsamsgesetz
für verfassungswidrig erklärt wird, ist ein großer Fortschritt im Kampf
gegen die Straflosigkeit.
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Historische
Entscheidung des argentinischen Obersten Gerichtshofes
Stand
der Ermittlungen in den Strafverfahren gegen argentinische Militärs
bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Stand: 12.05.05
Verfahren
gegen die Mitglieder der früheren Militärjunta (Jorge Videla u.a.) in
Argentinien abgeschlossen
Staatsanwaltschaft
in Nürnberg-Fürth ist weiterhin in
den "Argentinien-Verfahren" zuständig!
Die
Verfolgung der Straftaten der argentinischen Militärdiktatur von 1976
bis 1983, in der Bundesrepublik Deutschland seit 1998 - besondere tatsächliche
und rechtliche Probleme in Fällen des Verschwindenlassens,
Wolfgang Kaleck
Offener
Brief an der Nürnberger Staatsanwaltschaft und die deutschen Bürger/innen,
Adriana Marcus
Infobrief:
Kampagne gegen die Straflosigkeit
Schwerer Rückschlag
für Kampf gegen die Straflosigkeit. Strafverfahren gegen argentinische
Militärs bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth in den deutsch-jüdischen
Fällen eingestellt
Aktuelle Situation in den Strafverfahren
gegen argentinische Militärs bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg Fürth
Kampagne gegen die Straflosigkeit
im Fall Mercedes Benz und in den Fällen von Opfern ohne deutsche Staatsbürgerschaft
Musterbrief
Bitte schicken
Sie diesen Brief an:
Dr. Stefan Franke
Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg
Fürtherstr. 110
90429 Nürnberg
Generalstaatsanwalt
Prof. Dr. Heinz Stöckel,
Staatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Nürnberg
Fürther Straße 112
90429 Nürnberg Tel: 0911/32101 Fax: 0911/3212466
Kopien oder direkte
Anschreiben an:
Oberstaatsanwalt
Walter Grandpair
Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth
Fürther Str. 112
90429 Nürnberg
