Presseinfo 2001


17.10.01

Vorläufiger Auslieferungshaft gegen Suarez-Mason!

Tiefe Genugtuung und Forderung nach
weiteren Haftbefehlen im Fall Elisabeth Käsemann

 

Nach Anordnung der  vorläufigen Auslieferungshaft gegen Suarez-Mason im Fall Elisabeth Käsemann sieht sich die „Koalition gegen Straflosigkeit“ in denen von ihr eingereichten Anzeigen gegen argentinische Militärs bestätigt und fordert umgehend weitere Haftbefehle im Fall Elisabeth Käsemann

Wie das Oberlandesgericht Nürnberg in seiner Pressemeldung bestätigt, hat das argentinische Außenministerium die deutsche Botschaft in Buenos Aires am 5.10.2001 offiziell darüber unterrichtet, dass der argentinische Bundesrichter Dr. Gabriel R. Cavallo am 3.10.2001 aufgrund des Haftbefehls des Amtsgerichts Nürnberg vom 11.07.2001 gegen den Beschuldigten Carlos Guillermo Suarez Mason die Auslieferungshaft angeordnet hat.

„Die argentinische Justiz war über den Haftbefehl des Amtsgerichts Nürnberg aufgrund der ausgelösten internationalen Fahndung durch Interpol Buenos Aires in Kenntnis gesetzt worden. Nach Eingang der vollständigen Auslieferungsunterlagen werden die argentinischen Behörden darüber entscheiden, ob der Beschuldigte tatsächlich nach Deutschland ausgeliefert wird. Sollte der Beschuldigte ausgeliefert werden, wird die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes am Landgericht Nürnberg-Fürth – Schwurgericht erheben.“ (Pressemeldung Oberlandesgericht Nürnberg)

Tiefe Genugtuung und ein unübersehbares Hoffnungszeichen

„Für uns ist die Entscheidung des argentinischen Bundesrichters eine tiefe Genugtuung und ein unübersehbares Hoffnungszeichen auf dem Weg zu Wahrheit und Gerechtigkeit“ kommentiert Pfr. Kuno Hauck, Sprecher der „Koalition gegen Straflosigkeit“, die aktuellen Ereignisse. Es ist das erste Mal, dass ein hoher Verantwortlicher der argentinischen Militärs für schwere Menschenrechtsverletzungen in Auslieferungshaft genommen wurde und wir hoffen, dass es zu einer Auslieferung nach Deutschland kommt.

Von der Staatsanwaltschaft in Nürnberg, fordert die „Koalition gegen Straflosigkeit“ jetzt rasche Entscheidungen gegen die weiteren Verantwortlichen für die Folter und Ermordung von Elisabeth Käsemann im Jahre 1977, darunter GENERAL Jorge Rafael Videla, ALMIRANTE Emilio Eduardo Massera, OBERST Alberto Durán Sáenz und CORONEL Franco Luque.

Für Rückfragen:

Kampagnenkoordinator: Esteban Cuya, Tel.: 0911 230 55 50 Fax: -51
Sprecher der Koalition: Kuno Hauck Pfr., Tel: 0176 21 10 22 50 oder 0911 54 08 230
Rechtsanwalt: Roland Beckert, Tel: 0761-202 770

Weitergehende Hintergrundinformationen unter: http://menschenrechte.org