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Fall
Juan Miguel Thanhauser
Juan Miguel
Thanhauser ist am 21.09.1995 in Buenos Aires, Argentinien geboren.
Er ist der Sohn von Kurt Thanhauser (09.04.1915 in Konstanz geboren)
und Lotte Thanhauser (19.09.1924 in Frankfurt/Main geboren). Aufgrund
der nationalsozialistischen Verfolgung der Juden wanderte Frau Thanhauser
1937 aus Deutschland nach Argentinien aus. Kurt Thanhauser war schon
1933 nach Spanien emigriert und verließ die iberische Halbinsel
nach dem Ende des spanischen Bürgerkriegs ,1939, in Richtung
Argentinien.
Juan Miguel
war zum Zeitpunkt seines Verschwindens bei der Firma "Transworld
- Electronics" angestellt und teilte seine Wohnung in der Calle
Vieytes 826 in Buenos Aires mit seinem Freund Martin Vazquez. Da
er zu einem vereinbarten Essenstermin am 18.07.1978 mit seinen Eltern
nicht erschien, suchten seine Eltern ihn in der Wohnung in Vieytes
826. Dort erfuhren sie, daß sowohl ihr Sohn, wie Martin Vazquez
an zwei aufeinander folgenden Tagen von Sicherheitskräften
festgenommen worden waren. Am Tag nach der letzten Verhaftung sei
die Wohnung von den Sicherheitskräften leergeräumt worden.
Durch Zeugenaussagen
konnte festgestellt werden, daß Juan Miguel Thanhauser zusammen
mit Martin Vazquez und einem dritten Freund, Guillermo Morali, am
22.7.1978 im geheimen Haftzentrum "Vesubio" auftauchte.
Dieses Haftzentrum befand sich an der Kreuzung der Landstraßen
Richieri und Camino de Cintura, im Bezirk La Matanza, Provinz Buenos
Aires. Es wurde auf einem Gelände der Bundesstrafvollzugsbehörde
errichtet. "Vesubio" unterstand dem Befehl des I. Armeekorps
(Buenos Aires). Oberbefehlshaber des I. Armeekorps war der General
Carlos Suarez Mason. Nach Aussagen von Jorge Federico Watts, ein
Überlebender des Haftzentrums "Vesubio", wurden Juan
Miguel und seine Freunde dort gefoltert. Gegen Mitte August 1978
seien die drei Freunde "verlegt"(ermordet) worden. Das
Haftzentrum wurde im Oktober 1978 aufgelöst. Es gibt keine
Hinweise über das Auftauchen von Juan Miguel in anderen Haftzentren
oder im legalen Strafvollzug.
Auch die Recherchen des Ehepaars Thanhauser blieben bis zum heutigen
Tag ergebnislos.

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